Quarterlife crisis

Psychologen können vieles. Vor allem Dingen einen Namen geben.
Da scheinbar immer mehr Endzwanziger in eine Sinnkrise schlittern und auf der Suche nach der Zukunft, nach Beruf, Familie, Kindern, Absicherung, Hobby und Freunden sich in einer Sackgasse wähnen, bekam das Kind einen Namen.
Man(n) hadert, man überlegt, man hat das Gefühl, Gelegenheiten zu verpassen, sich nicht entscheiden zu können. Am Ende verpasst man die Gelegenheit, weil man sich nicht entscheidet.
Es ist wahrscheinlich nicht sehr schwierig, zu erraten, dass ein solcher Begriff aus den USA kommt. Die Szene der Psychologen ist dort besonders aktiv und mit Freude dabei, solchen Phänomenen einen Namen zu geben.

Diese "Quarterlife crisis" hat den Helden des Film "Verliebt in Amsterdam" voll erwischt. Hauptdarsteller Vladimir Burlakov kann dies nachvollziehen, ist er doch mit gerade 30 Jahren Teil dieser Generation. Er wusste also, was er dort spielen sollte. Er weiß aber auch, dass er selber keineswegs in einer solchen Krise steckt. Zum Glück.


"Verliebt in Amsterdam", 28. April 2017, 20.15 Uhr im Ersten

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